Hanfsamen, Nutzhanf, Cannabidiol (CBD) & THC

  • HanfsamenHanfsamen © belchonock - iStock

Seit einigen Jahren wird Hanf in der Gesellschaft immer mehr akzeptiert. Dies liegt unter anderem an der Aufklärung sowie der Erforschung der Hanfpflanze. Unter anderem kann Hanf beziehungsweise seine einzelnen Bestandteile einen medizinischen Nutzen sowie einen gesundheitlichen Nutzen aufweisen. Es soll daher in den nächsten Absätzen um die Hanfpflanze als solche sowie ihre unterschiedlichen Nutzmöglichkeiten gehen. Dabei wird zum einen auf den Nutzhanf eingegangen. Zum anderen spielen Hanfsamen und ihre Wirkung eine wichtige Rolle. Ebenso wird auf das Cannabinoid THC eingegangen. Zu guter Letzt soll es um das Cannabinoid CBD gehen, welches gerade auf dem europäischen Markt innerhalb der letzten Jahre immer mehr Konsumenten aufweisen konnte.

Um was handelt es sich eigentlich bei Nutzhanf?

Es handelt sich bei Nutzhanf um Hanfpflanzen, welche zur kommerziellen Nutzung angebaut werden. Meist handelt es sich hierbei um Pflanzen der Gattung Cannabis Sativa. Nutzhanf muss nach den geltenden Gesetzen einen THC-Wert von unter 0,2 % aufweisen. Somit wirkt Nutzhanf im Gegensatz zu dem „normalen“ Hanf nicht berauschend, das Cannabinoid THC für den Rausch verantwortlich ist. Im Gegensatz zu dem Hanf, welcher auch THC aufweist, unterscheidet sich Nutzhanf auch noch in einigen weiteren Merkmalen: Dieser hat einen deutlich höheren Faseranteil. So stellen Hanf-Fasern einen wichtigen Rohstoff dar, welcher vor allem in der Textilindustrie seine Verwendung findet. Neben der Ernte der Hanf-Fasern wird Nutzhanf aber auch dazu verwendet, um beispielsweise CBD-Öl herzustellen. Dieses ist auch in Deutschland unter bestimmten Regulierungen legal. Nutzhanf enthält also das Cannabinoid CBD. Darüber hinaus wird dieser oftmals verwendet, um Hanfsamen zu ernten. Diese können auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen weiterverarbeitet werden.

Es gibt viele unterschiedliche Sorten von Nutzhanf. So werden immer wieder neue Sorten gezüchtet und auf den Markt gebracht. Je nach Land gelten aber unterschiedliche Vorschriften und somit sind meist nur eine bestimmte Anzahl und Auswahl an Nutzhanf-Sorten legal anbaubar. In Deutschland sind aktuell 52 verschiedenen Hanfpflanzen in Form von Nutzhanf legal anbaubar. Hier gilt es allerdings, einen wichtigen Aspekt zu beachten: Legal anbaubar sind diese in Deutschland nur in der Landwirtschaft von Betrieben, welche dazu autorisiert werden. Diese werden unter strengen Vorschriften staatlich kontrolliert. Privatpersonen dürfen hierzulande also nicht ohne weiteres Nutzhanf anbauen. Wer dennoch Nutzhanf anbaut, macht sich damit strafbar.

Was sind Hanfsamen und welche Eigenschaften weisen diese auf?

Die Hanfsamen, welche in deutschen Shops erhältlich sind, entstammen dem Nutzhanf. Daher weisen diese kein THC auf und können ohne Sorgen konsumiert werden. Hanfsamen an sich machen also nicht high, weisen allerdings viele gesundheitliche Vorteile auf:

  • Die kleinen Samen sind mit einer großen Anzahl an essenziellen Aminosäuren versehen. Hierbei handelt es sich um wertvolle Eiweiße, welche beispielsweise für die Versorgung der Muskeln im Körper von wichtiger Bedeutung sind.
  • Mit den Vitaminen B1, B2 und E sind die beliebten Hanfsamen ebenfalls versehen.
  • Außerdem befinden sich wichtige Mineralien wie Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen in den Samen.
  • Darüber hinaus weisen Hanfsamen essenzielle Fettsäuren auf. Der Fettgehalt ist bei diesen also auch etwas höher. Dadurch enthalten diese zwischen 380 und 400 Kalorien auf 100 g.

Hanfsamen können in ihrer ursprünglichen Form erworben werden. So lassen sich diese unverarbeitet weiterverwenden. Beispielsweise sind diese bestens für Müslis oder einfach als kleiner Snack zwischendurch geeignet. Aus Hanfsamen wird aufgrund des erhöhten Fettgehalts auch Hanföl hergestellt. Dieses wiederum eignet sich zum Kochen oder Backen. Zum Backen eignet sich außerdem auch Hanfmehl, welches aus den Hanfsamen hergestellt wird. Für sportbewusste Personen eignen sich des Weiteren Produkte aus Hanfsamen wie Hanf-Proteinpulver. Der Fettgehalt ist in diesem beispielsweise reduziert.

Was ist THC und welche Wirkung besitzt dieses?

THC steht für Tetrahydrocannabinol – ein bestimmtes Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Dieses ist unter anderem für seine berauschende Wirkung bekannt. THC kommt allerdings nicht in dem kommerziell genutzten Nutzhanf vor. Auf natürliche Art und Weise kommt Tetrahydrocannabinol in der Hanfpflanze der Gattung Cannabis Indica vor. Es wird hierbei auch von indischem Hanf gesprochen. THC kann bei jedem Menschen unterschiedlich wirken. In jedem Fall beeinflusst THC aber das zentrale Nervensystem sowie die Gehirnfunktionen. Es gibt THC in verschiedenen Typen. So wird dieses in Ländern, in welchen dieses legal ist, von unterschiedlichen Arten von Hanfpflanzen gewonnen. Je nach Pflanze und Person sowie Dosierung kann THC entspannend oder aufputschend wirken.

Gewonnen wird das THC aus den Blüten der Cannabis-Pflanze – genauer gesagt der indischen Hanfpflanze beziehungsweise der weiblichen Hanfpflanze. Konventionell angebaut enthält diese Art der Cannabis-Pflanze zwischen 4 und 6 % THC. Wird Hanf allerdings unter besonderen Bedingungen gezüchtet, so enthält dieser deutlich mehr THC. Eine staatlich kontrollierte Zucht von Hanfpflanzen mit Tetrahydrocannabinol findet in den Ländern statt, in welchen dies legal ist. Dazu gehören mittlerweile viele Staaten in den USA. Ebenso lassen sich Länder wie die Niederlande oder Kanada dazuzählen. In Deutschland darf Hanf, welcher THC enthält, nur medizinisch genutzt werden. Hierzulande unterliegt THC-haltiger Cannabis sehr strengen Vorschriften und ist auch für medizinische Zwecke nur unter besonderen Bedingungen erhältlich.

Um was handelt es sich bei CBD und welche Eigenschaften weist dieses auf?

Bei CBD beziehungsweise Cannabidiol handelt es sich um ein Cannabinoid, welches aus der Hanfpflanze gewonnen wird und keine psychoaktive Wirkung aufweist. Aufgrund dessen ist CBD auch in Deutschland sowie den meisten Ländern legal erhältlich. Gewonnen wird das CBD je nach Hersteller unter einem anderen Verfahren. Oftmals werden zur Extraktion von CBD aber Hitze-Verfahren angewandt. Cannabidiol ist in Form von Öl oder Tropfen erhältlich. Hier gibt es Varianten mit einem unterschiedlichen Gehalt an CBD. Meist sind hierzulande CBD-Tropfen mit einem Gehalt von 5 bis 30 % CBD erhältlich. CBD wird allerdings immer mehr auch in anderen Formen angeboten. So gibt es mittlerweile Pflegeprodukte oder Kosmetik, welche CBD enthält.

Immer mehr Menschen setzen auf die Verwendung von CBD. Begründet werden kann dies in der gesundheitlich positiven Wirkung von Cannabidiol:

  • CBD kann entzündungshemmend,
  • beruhigend
  • und zellschonend wirken.
  • Genauso kann dieses angstlösend
  • und entkrampfend wirken.
  • Oftmals wird CBD auch gegen Übelkeit oder bestimmte Arten von Schmerzen eingenommen.

Dabei macht dieses natürlich nicht high. Alle CBD-Produkte in Deutschland enthalten einen THC-Wert von unter 0,2 %. In aller Regel kommt es bei einer Überdosierung von CBD zu keinerlei negativen Auswirkungen. Von einer Überdosis als solche kann also gar nicht die Rede sein.

Rezepte mit Hanf

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