Faschiertes / Hackfleisch Grillen

  • Faschiertes GrillenFaschiertes Grillen © dostar10 - Fotolia.com

Herzhaftig, saftig und vielseitig

Hackfleisch ist nicht nur preiswert und vielseitig, sondern schmeckt mit den richtigen Tipps besonders am Griller richtig köstlich. Neben den typischen Grillspezialitäten wie Cevapcici gibt es verschiedenste Möglichkeiten Faschiertes zu grillen.

Tipp: Frisch kaufen

Faschiertes sollte immer frisch gekauft und möglichst rasch zubereitet werden. Eine Alternative dazu wäre, Faschiertes auf Vorrat zu kaufen und dieses portionsweise einzufrieren. Faschiertes sollte man weiters immer beim Fleischer oder an der Fleischtheke kaufen, denn verpacktes Faschiertes aus dem Supermarktregal schmeckt meistens nicht so gut. Am Besten wäre es, wenn das Fleisch erst bei Bestellung an der Theke faschiert wird – oder man faschiert es selbst zu Hause.

Richtige Zubereitung: Damit es saftig bleibt

Bei der starken Hitze der Glut muss besonders darauf geachtet werden, dass die Grillzeit des faschierten Fleischstückes je nach Dicke und Größe nicht überschritten wird. Bleibt es zu lange auf dem Griller, trocknet das Fleisch schnell aus, deshalb lieber kürzer bei starker Hitze grillen, als zu lange. Reines Rindfaschiertes wird übrigens beim Grillen meist schneller trocken als gemischtes Faschiertes von Schwein und Rind. Wer es besonders saftig mag, sollte an der Theke bitten, etwas fetthaltigere Fleischstücke mit zu faschieren.

Tipp: Hackfleisch grillen

Mit Hackfleisch muss man am Grill besonders vorsichtig hantieren, denn es zerfällt doch leichter als ein ganzes Stück Fleisch. Damit es am Grillrost nicht kleben bleibt, gibt es zwei Tricks die das verhindern:

1.) Das faschierte Stück unbedingt beidseitig mit Öl bestreichen, bevor man es auf den Rost legt und
2.) nachdem man das Fleisch aufgelegt hat, wenige Sekunden später die Position der Fleischstücke kurz verrücken, damit sich das Fleisch löst.

Faschierte Vielfalt: So bereitet man es zu

Cevpacici, Pljeskavica oder einfach köstliche Hamburger: Faschiertes ist besonders vielseitig zubereitbar und das Beste daran ist, dass man dafür eigentlich kein Rezept braucht. Faschiertes Fleisch mit gehackten Zwiebeln und Knoblauch, verschiedenen Gewürzen, Kräutern, Paprikapulver usw. gut vermengen, zu kleineren oder größeren Stücken formen und ab auf den Grill. Bei Faschierten für den Grill muß kein Ei hinein, das Fleisch hält auch so gut zusammen!

Tipp: Faschiertes (Hackfleisch) selber machen

Hackfleisch ist ein ausserordentlich empfindliches Lebensmittel, da das stark zerkleinerte Fleisch über eine grosse Oberfläche verfügt und dadurch schnell verdirbt. Deshalb kauft man dieses beim Metzger seines Vertrauens oder noch besser: Man macht es einfach selbst.

Faschiertes lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Es wird dafür lediglich ein Fleischwolf aus Metall oder ein Multifunktionsgerät mit Fleischwolfaufsatz benötigt. Von Hand betriebene, traditionelle Geräte eignen sich dafür genauso gut wie ein elektrischer Fleischwolf. Für die Zubereitung mit einem manuellen Gerät braucht es zwar etwas Kraft, noch wichtiger ist aber, dass die Messer scharf sind. Hier finden sie eine gute Übersicht über verschiedene passende Geräte.

Die meist verbreiteten Arten sind Rind, Schwein und gemischtes Hack. Prinzipiell kann aber aus jedem Fleisch Hack hergestellt werden. Hier bilden lediglich der persönliche Geschmack und der Fettanteil ein Entscheidungskriterium für die Wahl des Fleisches. Möchte man beispielsweise magere Buletten mit Rindergeschmack herstellen, so wählt man pures Rinderhack. Bevorzugt man es geschmacklich etwas ausgeglichener und saftiger, verwendet man gemischtes Hack. Besonders gut eignen sich Stücke wie Nacken oder Schulter.

Bei der Zubereitung von Hackfleisch sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch so kalt wie möglich ist. Idealerweise wird es vor dem Gebrauch noch einmal für eine halbe Stunde ins Gefrierfach gelegt. Dadurch lässt sich das Fleisch besser schneiden und durch den Fleischwolf drücken. Denn warmes Fleisch zerquetscht leicht.

Nachdem das Fleisch gleichmässig in ca. 6 cm grosse Würfel geschnitten wurde, können die Fleischstücke nun in mehreren Durchgängen in die Öffnung gelegt und langsam mit dem Stössel nach unten gedrückt werden. Durch den leichten Druck mit dem Stössel entweicht das Fleisch jetzt durch die Löcher in der Metallscheibe und es entstehen die charakteristischen Fleischfäden. Jeder Fleischwolf verfügt grundsätzlich über mehr oder weniger feine Einsätze. Wird das Fleisch beim ersten Mal nicht fein genug zerkleinert, kann das Vorgehen mit der entstandenen Masse einfach nochmals wiederholt werden. Das Hack sollte nach Möglichkeit direkt weiterverarbeitet werden, damit keine Keime entstehen können. Auch sollte der Fleischwolf nach Gebrauch immer gründlich gereinigt werden.

Ob mit Schwein, Rind, Geflügel oder Wild, der Vorgang bleibt stets derselbe und die Vorteile von selbst gemachtem Faschierten liegen auf der Hand:

  1. Das Fleisch und die benutzten Teile davon sind bekannt.
    Das Fleisch kann je nach Gericht ausgewählt werden. Für eine klassische Bolognese verwendet man ein schönes Stück aus der Schulter, Brust oder Keule, für einen saftigen Burger ein Stück aus dem Roastbeef mit hohem Fettanteil.
  2. Der Fettgehalt ist stets selbst wählbar.
    Ob fettiger Schweinebauch als Zugabe zu Rindersteak oder mageres Schabefleisch als Wrap-Füllung. Die Beschaffenheit des Hackfleisches wird immer selbst bestimmt.
  3. Der Geschmack und die Frische von selbst zubereitetem Hack sind nicht zu überbieten.
    Selbst gemachtes Fleisch durch den Wolf gedreht und direkt weiterverarbeitet ist an Frische nicht zu übertreffen.
  4. Selber herstellen macht glücklich.
    Vom Einkauf über die Zubereitung bis hin zum fertigen Produkt. Lebensmittel selber herzustellen und am Ende sein eigenes Produkt kreiert zu haben, ist ein schönes Gefühl. Dem Einfallsreichtum in der Verwendung verschiedener Fleischsorten unter Beigabe unterschiedlichster Gewürze oder Kräuter, sind schliesslich kaum Grenzen gesetzt.

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