BBQ was gehört dazu?

Grillen mit Freunden und der Familie zählt in Deutschland vor allem in den Sommermonaten zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Fleisch, Würstchen, Fisch und Gemüse vom Grill sind bei klein und groß beliebt. Immer öfter werden auch hierzulande sogenannte BBQ-Partys gefeiert. Das BBQ unterscheidet sich sehr vom Grillen. Was gehört eigentlich zu einem guten BBQ?

BBQ was gehört dazu?
BBQ was gehört dazu? © Bild von 지원 이 auf Pixabay

Der Ursprung des BBQ liegt vermutlich in Mittelamerika

Im Grunde genommen hat das BBQ mit dem Grillen, wie wir es gewohnt sind, nicht viel zu tun. Die Bezeichnung Barbecue oder BBQ ist vom spanischen Wort "Barbacoa" abgeleitet. Die Zubereitungsart hat ihren Ursprung vermutlich in der Karibik oder in Mexiko. Die meist großen Fleischstücke, aber auch ganze Körperteile der Tiere wurden über viele Stunden in Gruben gegart, die mit Agavenblättern ausgekleidet sind. In die Grube werden zuvor erhitzte Steine gelegt. Die Agavenblätter verleihen dem Fleisch einen einzigartigen Geschmack und die langsame Garmethode sorgt dafür, dass das Fleisch zart und saftig bleibt. Für das BBQ im heimischen Garten wird keine Grube gegraben. Allerdings muss der dazu geeignete Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrill angeschafft werden.

Der Smoker ist für das BBQ besonders wichtig

Der Barbecue-Grill muss zum Garen statt Grillen entsprechend ausgestattet sein. Zu dieser Ausstattung gehört der sogenannte Smoker. Besonders beliebt sind Grills mit einem separaten Barrel-Smoker. Bei diesen Modellen wird der heiße Rauch direkt in die eine fassartige Kammer geleitet und entweicht über einen kleinen Schornstein. Im Innenraum wird das Fleisch "low & slow" bei Temperaturen zwischen 95 und 150 °C gegart. Gute BBQ-Grills sind mit Thermometern ausgestattet, mit denen die Temperatur im Innenraum des Smokers überwacht werden kann. Damit das Fleisch einen rauchigen Geschmack erhält, muss der Smoker entsprechend befeuert werden. Der Handel bietet dafür spezielle Holzkohle an. Für die verschiedenen Befeuerungsmethoden sind aber auch aromatisierte Holz-Pellets oder Holzspäne erhältlich. Wem die Anschaffung eines BBQ-Grills zu teuer ist, kann zur Not auch einen handelsüblichen Kugelgrill verwenden. Die Überwachung des Grillguts ist allerdings viel aufwendiger.

Die Fleischtemperatur muss beim BBQ stimmen

Damit ein BBQ optimal gelingt, ist die Kerntemperatur des Fleischs entscheidend. Zusätzlich zur Temperatur unter der Haube oder im Innenraum des Smokers, muss daher die Fleischtemperatur überwacht werden. Dies gelingt ganz einfach mit einem analogen oder einem digitalen Fleischthermometer. Steaks vom Rind oder Kalb sind medium gegart, wenn die Kerntemperatur zwischen 47 bis 52 °C beträgt. Damit Schweinefleisch seine rosa Farbe behält, sollte die Temperatur beim Smoken bei 53 bis 55 °C liegen. Bei allen Geflügelarten ist in der Regel Vorsicht geboten. Das Fleisch sollte nach Möglichkeit immer frisch geschlachtet sein und durchgegart werden. Die Kerntemperaturen liegen je nach Art des Geflügels bei 75 bis 90 °C. Moderne Grillthermometer lassen sich heutzutage über Apps im Smartphone steuern. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Unterhaltung der Gäste, die zum BBQ eingeladen wurden.

Die Fleischstücke dürfen beim BBQ etwas größer ausfallen

Wie beim Grillen dürfen bei einem BBQ verschiedene Salate, Beilagen wie gegrillte Kartoffeln oder Gemüse sowie diverse Soßen und Dips nicht fehlen. Auch die Auswahl des Fleischs fällt bei einem BBQ im Südstaaten-Stil etwas üppiger aus. Es werden vornehmlich große Steaks, Spareribs in ganzen Strängen und oftmals auch ganze Puten, Gänse oder Truthähne gesmokt. Wer sich intensiv mit BBQ beschäftigt, wird schnell seinen eigenen Stil entwickeln und damit seine Gäste begeistern.

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