Fasten – aber richtig! Tipps zum Durchhalten einer Fastenkur

Es gibt viele gute Gründe, von Zeit zu Zeit zu fasten. Dadurch, dass der Verdauungstrakt in dieser Zeit geschont wird, kommen Reinigungsprozesse in Gang und der Körper aktiviert seine Selbstheilungskräfte. Dies stärkt die Immunabwehr und führt dazu, dass die meisten Menschen nach einer Fastenperiode vor Energie nur so sprühen. Auch der Psyche kann es guttun, eine Zeitlang die Nahrungszufuhr einzuschränken. Viele Anhänger des Fastens berichten, dass sie während einer Kur auch eine innere Reinigung durchlaufen und sich von emotionalen Altlasten befreien.

So schön all das klingen mag – Fasten ist nichts für Unentschlossene. Um von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren, muss man die Zeit erst einmal diszipliniert durchhalten. Im Folgenden haben wir Tipps für Sie zusammengestellt, die dabei helfen können.

Fasten – aber richtig! Tipps zum Durchhalten einer Fastenkur
Fasten – aber richtig! Tipps zum Durchhalten einer Fastenkur © Adobe Stock von Johanna Mühlbauer

Entscheiden Sie sich für eine Fastenart, die zu Ihnen passt

Viele Menschen können sich nicht zum Fasten motivieren, weil sie glauben, dass sie dann wochenlang nichts essen dürften. Allerdings zählt nicht nur das klassische Heilfasten mit Tee und Brühe zu den effektiven Methoden. Heilfasten, bei dem man tatsächlich keinerlei kalorienhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, ist eine intensive Erfahrung für Körper und Geist. Es gibt jedoch auch sanftere Fastenarten, die leichter in den Alltag integrierbar sind und sich daher für Anfänger besser eignen. Inzwischen sind sich Ernährungsexperten relativ einig, dass auch kürzere Fastenphasen sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Die basische Ernährung ist solch eine Möglichkeit, den Körper behutsam zu entgiften. Dabei ernähren Sie sich ausschließlich von Lebensmitteln, die im Körper basisch verstoffwechselt werden. Eine andere Ernährungsweise, die aktuell im Trend liegt, ist das Intervallfasten. Dabei essen Sie das, was Sie sonst auch essen, bauen jedoch zwischen den Essensfenstern längere Fastenphasen ein. Das kann beispielsweise bedeuten, dass Sie nur zwischen 10.00 und 18.00 Uhr essen und in der Zwischenzeit auf jegliche Mahlzeiten verzichten. Doch auch andere Fasten-Essen-Einteilungen sind möglich.

Geben Sie sich Zeit für die Umstellung

Egal ob Basenfasten, Intervallfasten, Heilfasten oder eine andere Methode – Ihr Körper wird vermutlich stark auf die Umstellung reagieren. Daher ist es ratsam, langsam zu beginnen. Wenn Sie sich basisch ernähren möchten, dann stellen Sie zunächst nur zwei von drei Mahlzeiten um. Beim Intervallfasten können Sie das Fastenfenster zunächst klein halten und es dann langsam ausdehnen. Wenn Sie planen, mehrere Tage lang gar nichts zu essen, hilft es, vorab für zwei oder drei Tage die Nahrungszufuhr zu reduzieren.

Das Gleiche gilt, wenn Sie Ihre Fastenzeit beenden. Beginnen Sie nicht damit, sofort wahllos alles in sich hineinzustopfen. Fangen Sie stattdessen langsam wieder an, die gewohnte Nahrung zuzuführen, um einen magenschonenden Einstieg zu gewährleisten. Alles andere könnte Ihren Körper überfordern und zu Magenschmerzen und Verdauungsproblemen führen.

Entspannen und bewegen Sie sich

Vor allem in den ersten Tagen des Fastens kann es sein, dass Ihre Gedanken ständig um das Thema Essen kreisen. Dies kann sehr quälend sein. Daher ist es äußerst hilfreich, wenn Sie es schaffen, sich irgendwie zu beschäftigen. Um den Stoffwechsel anzukurbeln und die Entgiftung zu beschleunigen, sollten Sie sich viel an der frischen Luft bewegen. Gehen Sie spazieren oder walken. Wenn Ihr Kreislauf sich stabil anfühlt, sind auch intensivere Sporteinheiten wie eine ruhige Joggingrunde oder Radfahren möglich. Auch Stretching und Yoga-Übungen können wahre Wunder wirken. Viele Yoga-Übungen massieren nämlich durch den tiefen Atem sämtliche Bauchorgane, was die Detox-Wirkung Ihrer Fastenkur noch verstärkt.

Versuchen Sie außerdem, es in dieser Zeit langsam angehen zu lassen und sich nicht zu überfordern. Nehmen Sie sich Zeit zum Entspannen und Loslassen. Falls Sie schlechte Laune bekommen, kann es helfen, bewusst Ihre Gefühle herauszulassen, beispielsweise durch Tagebuch-Schreiben oder indem Sie Gespräche mit Freunden führen. Viele Menschen berichten auch, dass Sie in Fastenphasen besonders kreativ sind. Vielleicht können Sie die Zeit nutzen, um zu schreiben, zu malen oder sich anderweitig kreativ auszuleben.

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