Fit im Job - Essen im Berufsalltag

Obstsnack im Büro
Obstsnack im Büro © baibaz/Shutterstock
Die Mittagspause naht, der Magen knurrt und das Telefon läutet. Zwischendurch der Gedanke „Was esse ich heute wieder?“. Schnell zum Imbissladen ums Eck, eine Wurstsemmel und ein Stück süßes. Danach das altbekannte Leid: Müdigkeit und Leistungsabfall am Nachmittag. Wem kommt das nicht bekannt vor?

Fakt: Richtige Ernährung macht fit!

Bewiesen ist, dass die richtige Nahrungsmittelauswahl stark dazu beiträgt, sich insgesamt vitaler zu fühlen und leistungsfähiger zu sein. Obst und Gemüse liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die dem Körper genau dann Energie geben, wenn er diese braucht. Das wissen wir und das ist für niemanden neu: Also was hindert uns nun daran, dass wir im Job das Richtige essen?

Berufsalltag und gesunde Ernährung

Richtig, der Berufsalltag ist oft so ausgelegt, dass kaum Zeit bleibt, sich um das richtige Essen lange zu kümmern. Da muss fast immer ein einfacher Snack her, der den hungrigen Magen stopft. Der Leistungsabfall danach ist unweigerlich eintreffend. Warum diese kurzweiligen Snacks nicht gesund sind und Müdigkeit bewirken, dass soll an dieser Stelle nicht ausführlich behandelt werden. Denn jeder weiß, wie es ist, wenn man mittags ein Saftfleisch mit Nudeln, Schweinsbraten mit Knödel oder ein paniertes Schnitzel mit Kartoffelsalat isst. Und oft genug bietet der Wirt ums Eck oder die Snackbude nur diese Kost. Was also tun?

Die Lösung des Problems: Neue Gewohnheiten

Das Problem der richtigen Ernährung zu lösen, erfordert etwas Mut, ist aber dennoch nach geglückter Umstellung die beste Entscheidung für Ihr Büroleben und für Ihr allgemeines Wohlbefinden. Was anfangs die meisten abschreckt, ist der Aufwand. Es ist ja so kompliziert! Das ist bedingt richtig, aber auf Dauer gesehen ist es wahrscheinlich für Sie einfacher, weil Sie dann nicht mehr täglich kurz vor Mittag hektisch daran denken müssen, was Sie den heute essen möchten.

Aufgabe: Joballtag und Essverhalten unbedingt analysieren

  • Welche Pausen stehen mir für das Essen zur Verfügung?
  • Wie viel Zeit habe ich, um zu essen?
  • Kann ich zwischendurch etwas essen?
  • Gibt es eine Küche, in der ich eventuell mitgebrachte Snacks einkühlen kann?
  • Habe ich auf meinem Arbeitsplatz Platz für eine Obstschüssel?
  • Was nehme ich im Laufe des Arbeitstages alles zu mir?
  • Was könnte ich austauschen?
  • Wie viel Kaffee trinke ich?
  • Was trinke ich, und trinke ich genug?
Die Fragen dienen lediglich der Anregung, sich darüber Gedanken zu machen, wie ich meine Nahrungsaufnahme organisieren kann. Und das müssen Sie ja nicht jeden Tag neu tun, denn wenn Sie es einmal analysiert haben, wird das bis zum nächsten Arbeitsplatzwechsel meist so bleiben.

1. Schritt: Snacks für Arbeitsplatz vorbereiten

Abgestimmt auf das Ergebnis Ihrer Arbeitsplatzanalyse in ernährungsmäßiger Hinsicht, bleibt Ihnen nur noch die Aufgabe, zu überlegen, was Sie am leichtesten ohne großen Aufwand essen können. Generell eignen sich für das Essen im Job kalte Snacks wie Vollkornbrot mit Schinken oder auch ein Obstsalat am Vormittag, Rohkost, leichte Aufstriche usw., da damit das umständliche Aufwärmen und Servieren entfällt.

2. Schritt: Abends warm kochen

Und in berufstätigen Zeiten ist es so und so besser, man kocht nach der Arbeit zu Hause eine gesunde Mahlzeit, auch wenn viele der Meinung sind, man soll am Abend nicht mehr zu viel essen. Vielmehr ist es gesünder, eine qualitativ hochwertige und gesunde Mahlzeit am Abend einzunehmen, als ganz auf die gesunde Kost zu verzichten. Und diejenigen, die diese Ansicht nicht teilen und propagieren, nach 17:00 Uhr nichts mehr zu essen, sind wahrscheinlich fernab von Realität und fern vom regelmäßigen Berufsleben. Viel besser und gesünder ist daher, sich schon zu Hause (oder bei Zeitnöten sogar am Abend vorher) die Nahrungsmittel für den Arbeitstag zurecht zu packen.

Tipp: Planen Sie Ihre Mahlzeiten

  • Vormittag (Obst, Vollkornbrot, ...)
  • Mittagessen
  • Nachmittag (Müsliriegel, Obst, usw. ...)
  • Zwischendurch (eventuell dunkle Schokolade oder Vollkornkekse)
In Ihr Jausensackerl gehört daher soviel gesunde Nahrung hinein, damit Sie wirklich nicht mehr überlegen müssen, zum Imbissladen zu rennen, um Ihren Hunger zu stillen. Und einmal daran gewöhnt, werden Sie es schnell nicht mehr missen wollen. Für Kritiker, die sagen, dass diese Vorbereitungen zu aufwändig seien, sei gesagt: Wenn Sie einen Lottojackpot nur um 6.00 Uhr früh bekommen würden, würden Sie dann lieber darauf verzichten, nur um eine Stunde länger zu schlafen? Und der Lottojackpot kann auf keinen Fall mit einem ordentlich vorbereiteten Jausensackerl mithalten, denn auch mit viel Geld kann man sich seine Gesundheit nicht erkaufen. All jene, die täglich mittags Fertigmenüs, Pizzaschnitte und Co. zu sich nehmen, opfern auf Dauer dafür ihre Gesundheit (Verdauungsprobleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Depressionen, usw.).

Das gehört nicht in das Jausensackerl

  • Wurstsemmel(brötchen)
  • Wurstbrot mit viel Butter
  • Jausenwurst
  • Süße Snacks (wie Schnitten, Milchküchlein, Torten, Kuchen)
  • Naschzeug (Schokolade, Kekse, ...)
  • Schnitzel
  • Viel Fleisch
  • Pizzaecke

Tipps für ein gesundes Jausensackerl

  • Obst
  • Vollkornbrot
  • Leichter Käse
  • Joghurt
  • Schinken
  • dünn aufgeschnittenes Roastbeef
  • Topfenaufstriche (fettarm)
  • Mozzarella
  • Vollkorngebäck
  • Kornspitz
  • Bitterschokolade (mit hohem Kakaoanteil)
  • Studentenfutter
  • Rohkostgemüse
  • Gebratenes Gemüse
  • Salate
Das Ergebnis dieser Auflistung ist eine viel buntere und vielfältigere Auswahl an Speisen, als ein sich wöchentlich wiederholendes Mittagsmenü im Restaurant nebenan.

Für Liebhaber von warmen Mittagessen

Wer beileibe wirklich nicht mehr viel am Abend essen darf (aus Gesundheitsgründen, Diätgründen oder einfach, weil man nicht will), dem kann geholfen werden - denn wer sagt, dass nur Iglo und Co. Tiefkühlgerichte zaubern können? Genauso wie Großbetriebe Tiefkühlkost herstellen, können auch Sie gesunde Gerichte kochen und diese portionsweise in Plastikgeschirr einfrieren. So brauchen Sie in der Früh nur eine Portion aus dem Tiefkühlfach herausnehmen, dazu Obst für zwischendurch und schon sind Sie für den Tag gerüstet. Und das Tiefkühlkost-Vorkochen ist nicht einmal ein extra Aufwand für Sie. Warum? Wenn Sie regulär kochen (Samstag, Sonntag oder am Abend), kochen Sie einfach gleich eine größere Menge und portionieren nach dem Essen die überbleibenden Mengen. Das ist nicht kompliziert und verursacht dann nicht einmal extra Kochaufwand.

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Meinungen
18.08.2021 11:22
Content ist super, dann kann man sich viel mitnehmen. Einige Schreib- und Tippfehler geben jedoch dennoch einen Stern Abzug. Vor Veröffentlichung mindestens einmal lektorieren ist Pflicht, wenn man eine seriöse Quelle sein möchte. Danke trotzdem für diesen wertvollen Input!
Redaktion: Danke für den Hinweis, haben wir gleich gemacht und überarbeitet.

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