Wie hoch ist die optimale Raumtemperatur?

Hier erfahren Sie mehr über die optimale Raumtemperatur, wie Sie richtig heizen, was die richtige Temperatur im Schlafzimmer ist und welche Vorteile die ideale Raumtemperatur mit sich bringt.

Wie hoch ist die optimale Raumtemperatur?

Die optimale Raumtemperatur zu finden ist gar nicht so einfach. Schließlich unterscheidet sich das Temperaturempfinden von Mensch zu Mensch deutlich: Der eine sehnt sich auch an kalten Wintertagen danach, mit kurzärmligem Shirt durch die Wohnung zu spazieren. Andere wiederum sitzen sogar in der kalten Jahreszeit gerne neben dem geöffneten Fenster.

Bei der Frage nach der Wohlfühltemperatur müssen wir sowohl auf physiologische als auch auf finanzielle und ökologische Aspekte schauen:

  • Wie viele Personen befinden sich zeitgleich im Raum?
  • Wie lange halten sich die Personen im Zimmer auf?
  • Welchen Aktivitäten gehen die Personen nach?
  • Wie gut ist der Wohnbereich gedämmt?
  • Wie oft wird das Fenster zum Lüften geöffnet?
  • Wie wird geheizt?

Um sich auf eine ideale Temperatur für die Wohnung oder auch für das Büro zu einigen, gibt es aber bestimmte Richtwerte. Bei Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad fühlen sich die meisten von uns wohl. Das heißt: mit entsprechender Kleidung müssen wir im Innenraum dann weder frieren noch schwitzen.

Richtig heizen – Wohnräume auf Temperatur bringen

Grundsätzlich gilt: Je länger Sie sich täglich in einem Raum aufhalten, desto mehr sollte hier geheizt werden. Die einzige Ausnahme bildet das Badezimmer. Nach dem Duschen oder Baden ist es angenehm, in einen vorgewärmten Raum zu treten. Wie im Wohnbereich sollte hier eine Temperatur zwischen 20 und 23 Grad Celsius gewählt werden. Noch etwas mehr Wärme darf im Kinderzimmer herrschen. Hier werden etwa 20 bis 24 Grad Celsius empfohlen.

In diesen Temperaturbereichen heizen Sie – ohne dabei aber Energie zu verschwenden. Zusätzlich lassen sich Heizkosten sparen, wenn Sie tagsüber nicht zu Hause sind. Dann nämlich können Sie die Heizung herunterdrehen. Zudem können Sie Türen zu den angrenzenden, kälteren Räumen schließen. Dadurch geht weniger Wärme verloren.

Folgende Temperaturen für die verschiedenen Wohnräume werden empfohlen:

Raum Optimale Raumtemperatur
Kinderzimmer 20 bis 24 Grad Celsius
Wohnzimmer 20 bis 23 Grad Celsius
Bad 20 bis 23 Grad Celsius
Büro 20 bis 22 Grad Celsius
Schlafzimmer 16 bis 19 Grad Celsius
WC 16 bis 19 Grad Celsius
Küche 18 bis 20 Grad Celsius
Flur 15 bis 18 Grad Celsius

Im Sommer ist es in vielen Wohnungen allerdings deutlich wärmer. Um trotzdem die idealen Wohlfühltemperaturen zu erreichen, sollten Sie die Fenster tagsüber geschlossen halten und in der Nacht öffnen. Damit die Wärme draußen bleibt, den Raum am besten abdunkeln.

Gut schlafen – die richtige Temperatur im Schlafzimmer

Die optimale Raumtemperatur für Schlafräume liegt zwischen etwa 16 und 19 Grad Celsius. Aber weshalb liegt die ideale Schlaftemperatur unter der Raumtemperatur anderer Räume, wie etwa dem Wohnzimmer?

Das hängt mit unseren Schlafgewohnheiten zusammen.

  • Die Temperatur im Schlafzimmer ist zu hoch:
    • Wir schwitzen mehr, werden unruhig und immer wieder wach.
    • Die Raumluft wird trocken und Schleimhäute können austrocknen.
  • Die Temperatur im Schlafzimmer ist zu niedrig:
    • Wir spannen die Muskeln immer wieder an.
    • Muskelkrämpfe treten beim Aufstehen häufiger auf.

Welche Schlaftemperatur optimal ist, sollte dennoch jeder individuell entscheiden. Wichtig ist es allerdings in jedem Fall das Schlafzimmer nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen zusätzlich zu lüften, um der Schimmelbildung vorzubeugen.

Wie lässt sich die Raumtemperatur optimal regulieren?

Am Heizkörper befindet sich ein Thermostatventil. Mit diesem lassen sich die Temperaturen für jeden Raum individuell einstellen.

Stufe Raumtemperatur
1 12 Grad Celsius
2 16 Grad Celsius
3 20 Grad Celsius
4 24 Grad Celsius
5 28 Grad Celsius

Zudem sorgt das Thermostatventil dafür, dass die Raumtemperatur auf dem gewünschten Niveau bleibt. Steigt die Temperatur über diesen Bereich, schaltet das Ventil den Ihren Heizkörper automatisch ab. So lassen sich Heizkosten sparen.

Die Vorteile der idealen Raumtemperatur

  • Gesundheit & Immunsystem stärken: Zu warme und trockene Räume führen häufig zu einer Austrocknung der Schleimhäute. Starke Temperaturschwankungen zwischen Raum- und Außentemperatur sind immer wieder Auslöser für Erkältungen oder grippeartige Symptome. Optimale Raumtemperaturen sind deshalb entscheidend für die Gesundheit der Atemwege und stärken das Immunsystem.
  • Schimmelgefahr reduzieren: Kondensiert Feuchtigkeit an kühlen Wänden, setzt sie sich dort ab. Innerhalb eines schleichenden Prozesses bildet sich Schimmel. Um dem besagten Problem entgegenzuwirken, sollten zu niedrige Raumtemperaturen vermieden werden.
  • Leistungsfähigkeit optimieren: Die Raumtemperatur wirkt sich auf unser Wohlbefinden sowie unsere Konzentrationsfähigkeit aus. Egal, ob wir arbeiten, Sport treiben oder lernen – die ideale Raumtemperatur steigert unsere Leistungsfähigkeit.

Tipp1: Energie sparen & Heizkosten senken

Bis zu sechs Prozent an Heizenergie kann mit jedem Grad weniger Zimmertemperatur gespart werden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für das Portemonnaie. Und nun? Die Heizung abdrehen und im Winter frieren? Nein. Denn wertvolle Energie lässt sich besonders dann sparen, wenn Sie sich nicht in der Wohnung aufhalten oder etwa schlafen.

Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung heruntergedreht werden. Die Temperaturen in der Wohnung sollten in der Nacht mit dem Nachtmodus reguliert werden. In beiden Fällen sollte die Raumtemperatur aber nicht weniger als 15 Grad Celsius betragen. So vermeiden Sie später einen erhöhten Energieverbrauch durch Wiederaufheizen.

Um noch mehr Energie und damit bares Geld zu sparen, sollten die Heizkörper ausreichend entlüftet sein. Befindet sich zu viel Luft in den Heizungsrohren, wird der Heizkörper nicht mehr richtig warm – auch, wenn er voll aufgedreht ist.

Wenn Sie den Heizkörper aufdrehen, sollte dieser frei stehen und nicht von Möbeln oder Gardinen verdeckt werden.

Tipp2: Richtig Lüften

Damit Sie den Energieverbrauch so niedrig wie möglich halten können, ist außerdem die richtige Technik beim Lüften gefragt. Kurzes Stoßlüften mehrmals am Tag bringt am meisten. So kann die Luft durch den gesamten Raum zirkulieren. Während des Lüftens können Sie die Heizung herunterdrehen, damit nicht zu viel Wärme verloren geht.

Tipp 3: Umweltfreundlich heizen & den ökologischen Fußabdruck reduzieren

Noch immer erzeugen die meisten Haushalte Wärme und Warmwasser mit nicht-erneuerbaren Energiequellen, wie Erdgas oder Öl. Wenn Sie effizient heizen, die Heizung nicht zu weit aufdrehen, sorgen Sie für einen geringeren Energieverbrauch und reduzieren gleichzeitig die CO2-Emissionen. Die optimale Raumtemperatur trägt also auch zum nachhaltigen Umgang mit Energiequellen und dem Ressourcenschutz bei. Zudem können klimaneutrale Heizsysteme wie die Pelletheizung zum Schutz der Umwelt beitragen.

Welche Faktoren beeinflussen das Temperaturempfinden?

Nicht nur die Raumtemperatur an sich entscheidet darüber, ob uns kalt oder warm ist. Auch undichte Fenster, zu kühle Wände oder zu große Temperatur-Unterschiede zwischen den Räumen einer Wohnung beeinflussen unser Temperaturempfinden wesentlich.

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