Gesunde Ernährung im ersten Lebensjahr

In den ersten fünf bis sechs Lebensmonaten eines Babys macht es Mutter Natur den frischgebackenen Eltern doch recht einfach: Babys sind mit regelmäßigen Milchmahlzeiten rundherum glücklich. Neugeborene können acht bis zwölf Mal binnen einem Tag hungrig sein und nach Mamas Brust oder der Flasche verlangen. Dabei gilt: Je jünger das Kind ist, desto unregelmäßiger und auch kürzer könnten die Abstände zwischen einer Milchmahlzeit zur nächsten ausfallen. Einmal binnen 24 Stunden wird die Trinklust des Babys für längere Zeit unterbrochen. Dann schläft das Kind (im besten Fall nachts) mehrere Stunden am Stück.

Was macht eigentlich gesunde Milchnahrung aus?

In den ersten fünf Lebensmonaten ist Milch die gesündeste und beste Nahrung, die Babys bekommen können. Klappt es nicht mit dem Stillen, sollte Anfangsmilch aus der Flasche gefüttert werden.
Die einfachste Methode, um das Baby altersgerecht mit Milch zu versorgen, ist das Stillen. Die Zusammensetzung der Muttermilch ist nahezu punktgenau das, was der Säugling braucht – und: Muttermilch verändert sich alters- und bedarfsgerecht. Haben sich Mutter und Kind gegen das Stillen entschieden oder will es einfach nicht klappen, gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen im Handel. Pre- und 1er-Milchpulver fällt in die Kategorie der Anfangsmilch und ist der Muttermilch in Konsistenz und Nährstoffzusammensetzung am ähnlichsten. Durch den reduzierten Fettgehalt dürfen sich Babys an Anfangsmilch ebenso satt trinken wie an Mamas Brust.

Tipp: Körperlich und emotional nährreich wird die Milchmahlzeit, wenn der Wohlfühlmoment des Trinkens (egal ob an der Flasche oder an der Brust) in Ruhe und mit viel Nähe passiert. Den Nachwuchs in den Arm zu nehmen zu füttern, liefert nicht nur Nährstoffe aus der Flasche, sondern sorgt auch für ein ausgewogenes Urvertrauen.

Wann erfolgt der langsame Abschied von der Milchnahrung?

Nach dem fünften oder sechsten Monat beginnt meist der Abschied von der Milchnahrung. Auch ein Umstieg auf 2er-Milchnahrung ist ab dem sechsten Lebensmonat denkbar. Grundsätzlich empfehlen Experten die Einführung der Beikost ab dem fünften Monat. Babybreie können selbst zubereitet oder fertig gekauft werden. Ab dem ersten Lebensjahr könnte dann babygerechte Familienkost auf den Teller kommen.


Der Abschied von der Milchflasche oder von Mamas Brust wird in der Regel durch einen Gemüse-Fleisch-Brei eingeläutet. Anschließend folgen Milch- und Obstbreis.Schritt 1: Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ist häufig der erste Schritt weg von der Flasche. Der Umstieg erfolgt schrittweise. Nach einigen Häppchen Brei, beispielsweise Kürbis, Karotten, Pastinaken, Zucchini oder Brokkoli in pürierter Form, darf sich das Baby mit Milch satttrinken. Langsam wird die Menge gesteigert. Nach etwa einer Woche dürfen Kartoffeln, Rapsöl, mageres Fleisch und Obstsaft den Brei ergänzen. Auch Reis, Nudeln und Fisch dürfen nach und nach den Geschmackstest durchlaufen. Wer den Nachwuchs vegan ernähren möchte, sollte sich gut informieren, um einem Nährstoffmangel vorzubeugen.

Schritt 2: Klappt es gut mit dem deftigen Mittagsbrei, wird der Milch-Getreide-Brei als Abendbrei eingeführt. Der Brei besteht aus H- oder Vollmilch, Getreideflocken (z.B. Haferflocken, Grieß oder Vollkornflocken) und Obstsaft oder -püree (von Birnen, Bananen, Pfirsichen, Aprikosen oder Äpfeln).

Schritt 3: Im nächsten Schritt wird ein milchfreier Getreide-Obst-Brei als Nachmittagssnack gekocht. Die Zusammensetzung ist dabei ähnlich wie beim Milch-Getreide-Brei – nur ohne Milch und dafür mit einem deutlich größeren Obstanteil.

Schritt 4: Verträgt der Nachwuchs die verschiedenen Breivarianten gut, wird dann – oft nach dem 10. Lebensmonat – der Frühstücksbrei eingeführt. Dieser darf – je nach Abendmahlzeit – ein Getreide- oder Milchbrei sein. Allerdings sollte ein Säugling nicht mehr als 200 Milliliter Milch am Tag zu sich nehmen. Deswegen muss die Zusammensetzung der Babybreie aufeinander abgestimmt werden.

Gibt es eine Alternative zum Brei?


In England setzt sich hier und da der Trend zur breifreien Kost durch, was bedeutet: Anstatt nach der Milchnahrung auf Beikost in Breiform umzusteigen, knabbert der Nachwuchs an altersgerechten Lebensmitteln und entwöhnt sich damit quasi selbst von der Milch – ohne den Umweg über den Brei zu nehmen. Wer sich an die Babybrei-Empfehlung hält, der könnte rund um den ersten Geburtstag den Nachwuchs an die Familienkost gewöhnen. Bei der breifreien Ernährung bekommt das Kind direkt „richtiges“ Essen.

Dabei gibt es einiges zu beachten:

  • Zeitpunkt: Der beste Zeitpunkt, um von der Milchflasche auf breifreie Kost umzusteigen, ist mit etwa sechs Monaten. Das Baby sollte ohne Hilfe allein sitzen können. Auch das Zugreifen muss alleine klappen.
  • Ort: Babys ahmen die Eltern und großen Geschwister gerne nach. Deswegen ist der Umstieg auf breifreie Kost besonders leicht, wenn der Nachwuchs im Hochstuhl mit am Tisch sitzen darf. Dort bekommt er eine kleine Auswahl an babytauglicher Familienkost in kleinen Häppchen. Idealerweise kann das Baby das essen, was auch die großen Geschwister und die Eltern essen.
  • Lebensmittel: Gedünstetes Gemüse, beispielsweise Karotten, Kartoffeln, Zucchini und Brokkoli sind ebenso gut geeignet für den Anfang wie milde Obstsorten, wie Birnen oder Bananen. Selbst grätenfreies Fischfilet oder weiches Fleisch ist denkbar. Große Mengen an Kohlenhydraten in Form von Nudeln oder Reis sind hingegen keine gute Idee. Achtung: Fertige Gerichte dürfen nur salzfrei oder salzarm in Babys Mund!
  • Milch: Die Milch bleibt bei der breifreien Ernährung nach wie vor die Hauptnahrungsquelle – und das bis etwa zum ersten Geburtstag. Allerdings wird sich die Milchmenge reduzieren, denn die „echten“ Lebensmittel, die bei der breifreien Kost in Farbe, Aroma, Form und Konsistenz erlebt werden können, werden immer mehr zum Sattmacher.

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